Coronakrise wirkt sich auch auf Forstwirtschaft aus

Die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus wirkt sich auch auf die Forstwirtschaft aus. Laut Landwirtschaftskammer steht der Holzmarkt mehr oder weniger still – und Waldarbeiten sollten aus Sicherheitsgründen nur in unbedingt notwendigen Fällen durchgeführt werden.

Einige holzverarbeitende Betriebe haben bereits ihren Rundholzeinkauf gestoppt. Der Einschnitt läuft weiter, solange dies möglich ist. Es ist aber nicht absehbar, wie lange das System tatsächlich aufrechterhalten werden kann bzw. ob weitere Werke ihren Rundholzeinkauf ein- stellen. Insbesondere die Grenzschließungen und deren Auswirkungen auf den Exportmarkt aber auch die Verfügbarkeit der Mitarbeiter sowie von Frachtkapazitäten kann niemand seriös vorhersagen. Man kann nur mehr von Tag zu Tag entscheiden, hört man derzeit von vielen Unternehmen.

„Tatsache ist, dass die Rundholzübernahme nicht mehr gesichert ist. Angesichts dieser unabsehbaren Entwicklung kann nur eindringlich appelliert werden, die Schlägerung von Frischholz einzustellen und kein Rundholz mehr zu produzieren,“ appelliert LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.
Arbeiten, die aus Forstschutzgründen dringlich sind bzw. der Verkehrssicherungspflicht entlang von Wegen dienen, sind jedoch anders zu beurteilen. Bei unbedingt erforderlichen Waldarbeiten sind die allgemein gültigen Corona-Vorsorgemaßnahmen, wie beispielsweise Abstände zu anderen Personen, unbedingt einzuhalten. Das Holz ist an einer jederzeit LKW- befahrbaren Straße zu lagern, damit im Bedarfsfall weitere Forstschutzmaßnahmen ergriffen werden können. Es ist nämlich zu befürchten, dass bereits beim ersten Käferflug nicht auf die gewohnte Übernahmekapazität eines ungestörten Holzmarktes zurückgegriffen werden kann.

Waldarbeit ist zudem eine gefährliche Tätigkeit. Ein vorhandenes Verletzungsrisiko muss unbedingt reduziert werden, damit Arztbesuche oder gar Krankenhausaufenthalte in der aktuellen Situation vermieden werden können.